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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tipps für den Nordosten



Stifti
26.07.2013, 10:43
Hallo liebe Forumsler,

Das Schöne an unser aller Lieblingsinsel ist ja u.A. auch ihre Größe, so dass man immer noch etwas Neues entdecken kann.

Im nächsten Frühjahr möchten wir den Nordosten zwischen Agios Nikolaos und Sitia mit dem PKW erkunden.

Wir würden uns über Tavernentipps freuen oder auch über Übernachtungsmöglichkeiten, gerne urig oder typisch kretisch.

Wir freuen uns auf Eure Tipps, danke. ;)

franzi
26.07.2013, 11:35
Auf alle Fälle sind Mochlos und auch die Richtis-Schlucht bei Exo-Mouliana ein absolutes "must", wenn man in dieser Gegend weilt.

Kiki
26.07.2013, 11:41
Hallo Stifti,

leider kennen wir diese Gegend bisher auch kaum, einmal waren wir in Agios Nikolaos/Kritsa und Sitia.

Einen Tavernentipp hätte ich aber , zwar nicht typisch kretisch,aber urig. Und zwar direkt in Agios Nikolaos ,

nördlich oberhalb vom See mit fantastischem Blick "De Molen" , geführt von einem Holländer, der seit 20 Jahren

auf Kreta lebt, mit schöner Terrasse, abends an der grossen Leuchtschrift zu erkennen, internationale Küche.

Viele Grüsse von Sabine

fritzmarianna
26.07.2013, 12:37
Grüß' Dich Jutta,
für Agios Nikolaos hab' ich den "ultimativen" Tavernentipp (I Portes - ein bisschen weg vom Hafen), am besten in unserer Kretabibel, dem Fohrer-Führer nachschauen. Dort haben wir im Herbst 2010 ausschließlich kretische Speisen bekommen - unter anderem ein Stifado NUR mit Kastanien und Zwiebeln und Gewürzen, also ohne Fleisch :p. Es war ein Traum :girl_yes3:. Wir waren zu sechst (zu 7. mit Hundsilein Susi - die auf dem skateboard von Christa, welche sie in Keratókampos fotografiert hat, die durfte auch mit rein :ok:), hatten jeder ein anderes Gericht, alle haben von allem gekostet (eh' klar):nyam1::nyam1::nyam1:und wir waren sehr zufrieden.
Liebe Grüße und :girl_wink:
Marianna

Stifti
26.07.2013, 12:52
Vielen Dank Euch Dreien schonmal.

Wir haben vor über 20 Jahren einen Pauschalurlaub in Agios Nikolaos gemacht, sind da aber nicht in die kleineren Ortschaften des Ostens gekommen, nur die Hauptstraße bis Vai gefahren. Da verpaßt man sicher viel Sehenswertes auf dem Weg.

Ich schreib mir alle Eure Tipps auf, vielen Dank.

Kiki
26.07.2013, 13:39
Hier noch eine Tavernenempfehlung von Wolfgang , liegt auf der Lassiti-Hochebene http://www.kk-forum.de/threads/2493-Taverne-quot-Dikti-quot-in-Agios-Konstantinos-Lassithi-Ebene. Das hört sich auch ziemlich gut an!

Gruss Sabine

Michael
26.07.2013, 15:35
Auf jeden Fall Kloster Toplou, Itanos, Zakros mit Tal der Toten....
Aber auch etwas nordwestlich von AN Elounda mit Kalydon/Spinalonga, Driros, Milatos-Höhle.....und und und...

Stifti
26.07.2013, 15:49
Danke Michael, wir suchen eigentlich was zum Übernachten für einige Tage, aber eben kein großes Hotel, sondern was kleines, uriges, einen "Geheimtipp" eben.

Die Sehenswürdigkeiten kennen wir schon zum Teil, auf Spinalonga waren wir schon, auch in Kato Zakros im Süden, Elounda, Lassithi, aber wir wollen gerne die kleinen Straßen im Nordosten abfahren und dort nett essen und gemütlich schlafen, tagsüber Rundreisen machen (ca. 1 Woche lang), dann gehts wieder heim nach Frangokastello.

Kiki
26.07.2013, 17:31
In Mochlos wird diese Unterkunft empfohlen http://www.crete-hotels-rooms.com/Reservations/Meltemi_Mochlos.htm#guest_reviews. , habe aber nur davon gelesen.
Und im Fohrer wird dieses als persönlicher Tipp erwähnt http://www.mochlos-mare.com/mochlosmare_de.html

Grüsse Sabine

Kretamum
26.07.2013, 17:42
Am Weg von Malia nach Agios Nikolaos kommt gleich beim Kloster Selinari der erste Stopp - Souvlaki, berühmt ... und noch immer richtig gut, wenn auch kein Geheimtipp mehr.
Ein Stück weiter, kurz vor Neapoli gehts Latsida - dort gibt es köstliche Käsebällchen (krokettes). Wir fahren gelegentlich nur wegen dieser Spezialität dorthin.
In Agios "O Pelagos" - unser bevorzugtes Restaurant, wenns um Fisch und Meeresfrüchte geht.
Nach Pachia Ammos (ich glaube am Ortseingang von Kavousi - Richtung Sitia) liegt (in der Kurve) eine Taverne mit toller Aussicht, weiß allerdings den Namen nicht - ist aber nicht übersehen. Oder vielleicht weiß Marianna den Namen, ich glaube, die kennst das Lokal auch.

Wenn ihr euch traut - dann geht einmal ins alte Dorf in Malia. Bei der Kirche an der Durchfahrtstraße nach rechts abbiegen, 200 - 300 m, dann kommt ein Platz mit zwei oder drei Lokalen. Dort das San Giorgio besuchen. Sehr gute Küche. Donnerstags Livemusik (war zumindest bisher immer dieser Tag). Wir sitzen immer am Balkon oben und haben den großen Überblick ... :cool:

franzi
26.07.2013, 17:43
Die Meltemi-Studios kann ich wärmstens empfehlen, habe dort auch schon genächtigt, man hat einen wunderbaren Ausblick auf die vorgelagerte Insel.

Andreas
26.07.2013, 18:22
Mochlos ?
Nur das "Sofia" !!!

Direkt am Wasser, und Abends in die Töpfe gucken.
Giorgos hilft sogar beim Reifenwechseln ...

http://www.abload.de/img/fertig2kopiegc08.jpg

Das "Sofia" ist direkt hinter dem grünen Paddelböötchen.

Tel.-Nr. steht im Fohrer.

Stifti
26.07.2013, 18:48
Franzi, in welchem Ort liegt denn das Meltemi?

Andreas, hast Du in Mochlos auch übernachtet, und wenn, wo?


Ein Glück, dass ich jetzt schon gefragt habe nach dem Nordosten, nun habe ich noch Zeit, all Eure Vorschläge nachzuschlagen und aufzuschreiben.

Das wird bestimmt schön!

Andreas
26.07.2013, 19:03
Andreas, hast Du in Mochlos auch übernachtet, und wenn, wo?


Im Sofia.
Siehe oben.

Das würde Euch auch gefallen:

"Stone house" bei Istro.

http://www.abload.de/img/img_0014_stitchzaa0n.jpg

Ist zwar kein Schnäppchen, aber jeder Euro ist es wert, da zu nächtigen.

Stifti
26.07.2013, 22:38
Andreas, an das "Stone-House" kann ich mich erinnern, Du hast vor 2 oder 3 Jahren dort Urlaub gemacht und davon berichtet, es gefiel mir sofort, man kann da auch ins Wasser gehen zum Schwimmen, glaube ich.

Hast Du einen Link für uns? Ist aber ohne Frühstück oder Essen, nicht wahr? Danke Dir!

Andreas
27.07.2013, 05:51
Am Besten googlen nach "Stone House Istro" ...
Ich bin letztes Jahr zwar damit bei einem Reisebüro in Frankreich gelandet, hat aber alles problemlos, -wenn auch etwas umständlich- geklappt.

Vorrauszahlung ist allerdings erforderlich.


Ist aber ohne Frühstück oder Essen, nicht wahr?
Selbstverpflegung, -eine kleine Küche ist im Appartment.

Ins Wasser kommt Ihr mittels einer Leiter.

15871

Andreas
27.07.2013, 07:09
Einer der ältesten -vielleicht auch der älteste Olivenbaum Kretas überhaupt, bei Kavousi, wäre noch sehenswert.

15872

Stifti
27.07.2013, 07:49
Danke, Andreas, für die Zuschriften. Kennst Du schon den Uralt-Olivenbaum in Vouves im Nord-Westen?

15873 15874

Aber "Deinen" Baum schauen wir uns bestimmt auch an.

Andreas
27.07.2013, 09:11
Ja,-schon gesehen, -und dann gibt es auch noch die Olympia-Geschichte zu den beiden Bäumen ...
muss mal suchen ...

Andreas

fritzmarianna
27.07.2013, 09:15
Siehste, Reinhildchen - für Käsebällchen müssen wir nicht extra in den Osten fahren - bekommen wir in Tsoutsouros bei Kostas in der Taverna Zorbas: sagenhaft gut :p:p:p. Aussen knusprig, innen cremig, mmmhhh - werd' welche für Dich mitessen im Herbst - vielleicht kann ich ihm für uns (auch für Nicole) das Rezept entlocken ;) - ich würde aber jeder/jedem, der dorthin essen geht raten, die "Käsebällschen", O-Ton Kostas erst als Abschluss und mindestens zu zweit zu bestellen - sonst kriegt man nachher nichts mehr runter :girl_haha:. Es gibt auch noch Tomatenbällchen - sehr fruchtig, ich denke, es sind "zerquetschte" Paradeiser im Backteig. Übrigens gibt's bei ihm seit Jahren nur mehr dunkles Brot auf dem Tisch, ein Schüsselchen mit grobem Meersalz und eins mit selbstgemachten pürierten Oliven mit Petersilie als Vorspeise und traumhaften Fisch - einer davon ist der Lavraki - ein Brassenart. So, jetzt genug geschwärmt von Kostas Essen, sonst kriegt der noch "Schnackerlstoßen" oder Ohrensausen :D.
Liebe Grüße :girl_bye2:
Marianna

Stifti
27.07.2013, 09:32
Und ich krieg Appetit!!!:o

Kiki
27.07.2013, 11:01
Hallo Jutta,

schau mal auf Seite 1 mein Beitrag Nr. 9 , da hab ich dir den Link zu den "Meltemi" Studios in Mochlos reingestellt,

Gruss Sabine

franzi
27.07.2013, 11:17
Hallo Jutta,

hier der link zu den Meltemi-Studios in Mochlos:

http://www.mochlos.eu/ou-dormir/184-Sur%20place/

Stifti
27.07.2013, 13:19
Vielen Dank, das können wir Alles gut gebrauchen.

Euch ein schönes Wochenende, bei uns ganz im Westen von D fängt es schon an zu regnen und zu donnern, schade!

Andreas
27.07.2013, 14:14
Hier der Artikel zu den beiden Olivenbäumen:


Der Olivenkranz-Konflikt
Auf Kreta gibt es mehr als einen ältesten Baum der Welt
Die Olympiastadt Athen hat zu ihrem Emblem einen Kranz aus Olivenbaumzweigen auf tiefblauem Grund gewählt, dies nicht nur, weil die griechische Welt der Antike ihre Spitzenathleten mit einem solchen Kranz auszeichnete. Für Athen hat der Olivenbaum eine ausserordentliche Bedeutung. Die Legende will es, dass Athene, die Göttin der Weisheit, ihren Rivalen Poseidon erst dadurch im Kampf um die Schutzherrschaft Athens besiegen (und der Stadt ihren Namen geben) konnte, nachdem sie auf dem heiligen Felsen der Akropolis einen Olivenbaum gepflanzt hatte. - Die Urheimat des Ölbaums soll allerdings Kreta sein.
Quasi unsterblich
Die Ortschaft Pano Vouves befindet sich in Kretas westlichster Provinz Kissamos und ist ein grünes Stückchen Paradies auf Erden. Olivenhaine erstrecken sich auf einer weichen Hügellandschaft, so weit, bis der Horizont auf dasBlaue des Meeres trifft. Da sei der «älteste Olivenbaum» Griechenlands, vermutlich gar der ganzen Welt zu sehen, beteuert uns Bürgermeister Rosemaries Manolis auf den Weg dorthin.
Der «älteste Olivenbaum der Welt» wirkt in der Mitte eines neuerdings mit Natursteinen belegten Platzes in seiner ganzen Grösse wahrlich majestätisch. Sein Stamm soll laut den kommunalen Ingenieuren einen Umfang von 12,5 Metern haben. Es handelt sich um einen knorrigen, mit Dutzenden von Falten überzogenen Stamm, der wie ein Urinsekt auf durchlöcherten Wurzeln steht und so unterhöhlt ist, dass eine ganze Kinderschar sich darin verstecken könnte. Anders als bei den meisten Baumarten lassen seine Jahrringe aber nicht auf sein Alter schliessen. Ausserdem sind im Lauf seines Lebens immer neue Stämme entstanden. - Olivenbäume gelten hierzulande als «beinah unsterblich».
Im Jahr 1997 wurden die laufenden Olympischen Sommerspiele nach Griechenland vergeben. Fast gleichzeitig und vermutlich ohne jeden Zusammenhang wurde der Ölbaum von Pano Vouves unter Denkmalschutz gesetzt. Dieser Zufall veranlasste indessen die geschäftstüchtige Gemeinde Kolymbari dazu, den Athenern Anfang 2001 offiziell vorzuschlagen, die Sieger des Marathonlaufs künftig mit Zweigen aus diesem Ölbaum aller Ölbäume zu kränzen. Dennschliesslich sei nach alter Überlieferung der allererste Athletenkranz seinerzeit auch in Kreta geflochten worden - ein unwiderlegbares Argument.
Um dem Vorschlag noch mehr Gewicht zu verleihen, lud Kolymbari neben dem Athener Olympia-OK auch eine Delegation aus Peking, der nächsten Olympiastadt, nach Pano Vouves ein. Gäste wie Einheimische seien begeistert gewesen, erinnert sich Bürgermeister Rosemaries. Ursprünglich hatte er sogar noch die Vision, in derUmgebung seines Olivenbaum-Greises ein Zentrum für internationale Friedensbewegungen aller Art zu schaffen. Der Ölbaumzweig symbolisiere nämlich nicht nur in Griechenland den Inbegriff des Friedens.
Viel Konkurrenz
Gegen die Geschäftigkeit von Pano Vouves regte sich auf Kreta indessen Widerstand. In der östlichsten Provinz der Insel, Sitia, entdeckten die Einheimischen auf einmal unweit der Ortschaft Kavousi einen Ölbaum, der «mindestens 6000 Jahre alt und demzufolge noch älter als der älteste Baum auf der Welt sein muss» - so sagte jedenfalls der dortige Bürgermeister. Kavousi liegt 500 Meter über dem Meeresspiegel, ist von hohen Bergen umgeben und gibt einen atemberaubenden Blick auf die Bucht von Agios Nikolaos frei. Der dort befindliche Ölbaum hat keine runde Krone wie jener in Pano Vouves, sondern Zweige, die sich wie Flügel eines Ikarus weit ausbreiten. Der Stammumfang betrage 19,5 Meter, unterstreicht der Bürgermeister, der am Standort seines Prachtstücks Mitte August ein feierliches Olivenbaum-Ritual veranstaltete, an dem jede Menge Abgeordnete, der Bischof sowie wirtschaftliche Potentaten der Provinz teilnahmen. Bei dieser Gelegenheit verliehen Führung wie Fussvolk von Kavousi noch einmal ihrer unverbrüchlichen Überzeugung Ausdruck, dass die Kränze für die Sieger des olympischen Marathonlaufs einzig und allein von ihrem und keinem anderen Baum stammen müssten.
Der Streit zwischen Pano Vouves und Kavousi hätte ein böses Ende nehmen können, hätte nicht die ebenfalls aus Kreta stammende Iron Lady von Athen 2004, Gianna Angelopoulos-Daskalaki, interveniert. Sie verordnete auf ihre typische Art, die keinen Widerstand duldet, dass die männlichen Marathonsieger einen Kranz vom Baum aus Pano Vouves, die siegreichen Läuferinnen hingegen einen vom Baum aus Kavousi erhalten sollten. Und tatsächlich stiftete dieses salomonische Urteil mindestens vorübergehend Friedenauf Kreta - hingegen konnte es nicht die Bewohner von Goumeros Ilias auf dem Peloponnes beruhigen. Denn auch diese sind der unumstösslichen Meinung, den ältesten Baum auf Erden auf ihrem Territorium zu wissen. Trotzdem haben sie nicht die geringste Chance, mit dessen Blättern an Olympia auch noch irgendwen zu kränzen. Denn im Gegensatz zu den geschäftstüchtigen Kretern haben sie ihr Angebot schlicht und einfach zu spät eingereicht.
Amalia van Gent (Kolymbari)
Neue Zürcher Zeitung, 27. August 2004