PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Literatur aus Griechenland



Kreta-Klaus
14.09.2010, 15:36
Griechische Botschaft Berlin - Presse- und Informationsbüro
Postfach 080753, 10007 Berlin - Jägerstrasse 54/55, 10117 Berlin

Auswahl und Texte aus dem Newsletter Literatur (Teil 1):

Kambas, Chryssoula / Mitsou, Marilisa (Hrsg.)
„Hellas verstehen“ Deutsch-griechische Kulturtransfer im 20.Jahrhundert

»Hellas« meint im Deutschen die Kultur der griechischen Antike, während es zugleich die Eigenbezeichnung des modernen Griechenlands ist. Doch wo liegt Griechenland im kulturellen Europa? Durch welche Vorstellungen und durch welche Akteure entstand das gegenseitige Bild? Der Band spannt einen Bogen vom deutschsprachigen literarischen Konservatismus der Jahrhundertwende über die Kulturpolitik der NS-Zeit, die Besatzungszeit Griechenlands durch die »Deutsche Wehrmacht« bis zu den Folgen der Ost-West-Spaltung Europas für die gegenseitigen Nachkriegsbeziehungen. Die Beiträge verknüpfen Literatur- und Wissenschaftsgeschichte, indem sie den Kulturtransfer an zentralen Institutionen und Akteuren darstellen und damit eine Grundlage für eine in beiden Ländern weiterhin notwendige Gedächtnisarbeit legen.
Böhlau Verlag (2010), 380 S., ISBN: 978-3-412-20450-1


Schultheiss, Wolfgang / Chryssos, Evangelos (Hrsg)
Meilensteine deutsch-griechischer Beziehungen

In dem 382 S. großem Band werden die Beiträge eines deutsch-griechischen Symposiums veröffentlicht, das am 16. und 17. April 2010 in Athen stattgefunden hat. Namhafte Wissenschaftler, Politiker und Diplomaten, beleuchten verschiedene Facetten der Beziehungen zwischen Griechenland und Deutschland - "alle Referenten verkörpern selbst ein Stück deutsch-griechischer Beziehungen", wie die Herausgeber, der deutsche Botschafter in Athen Wolfgang Schultheiss und der Generalsekretär der Stiftung des griechischen Parlamentes Prof.Evangelos Chryssos, in ihrem Vorwort betonen.
Dieser Band ist von der Stiftung für Parlamentarismus und Demokratie des hellenischen Parlamentes herausgebracht worden.
ISBN 978-960-6567-27-3 (Athen 2010)


Kutulas, Asteris,
„Mikis Theodorakis - Ein Leben in Bildern“

Mikis Theodorakis ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten in der neueren griechischen Geschichte. Der selbsterklärte »Kreter, Grieche und Europäer zugleich« zeichnet sich nicht nur durch ein vielseitiges musikalisches Oeuvre von Sinfonik über Filmmusikklassiker wie Alexis Zorbas bis hin zu zahlreichen griechischen Volksliedern aus, sondern auch durch politisches Engagement, z. B. als Stimme gegen die griechische Militärdiktatur. Ungeachtet aller gesellschaftlichen Umstände galt sein Hauptinteresse aber immer der Musik.In diesem Bildband wird der Lebensweg Theodorakis nachgezeichnet. Neben der Dokumentation seiner verschiedenen kompositorischen Schaffensphasen gewähren Hunderte Fotos und zahlreiche unveröffentlichte Aussagen von Mikis Theodorakis und seinen Wegbegleitern Einblick in dieses ereignisreiche Leben zwischen Musik und Politik.
Schott Music GmbH & Co. KG (Mainz 2010), 160 S., ISBN 978-3-7957-0713-2


Meier, Christian
Kultur, um der Freiheit Willen - Griechische Anfänge- Anfang Europas?

Wo und wann nahm Europa seinen Anfang? Vielleicht doch schon bei den Griechen? Aber wer waren die eigentlich? Und woher hatten sie, was sie dann auszeichnete? Der alte Orient hat sie stark beeinflusst, aber was sie hervorbrachten, war völlig anders, völlig neu: Ein einziges Mal in der Weltgeschichte wurde eine Kultur nicht um der Herrschaft willen gebildet, sondern von breiteren Kreisen her, die sich herausgefordert sahen, ihre Freiheit gegen alle davon ausgehenden Zumutungen zu befestigen und zu entfalten.
Siedler Verlag München (2009), 368 S., ISNB: 978-3-88680-923-3


Hellenika 2010
Jahrbuch für Griechische Kultur und deutsch-griechische Beziehungen

Deutschland und Griechenland in der Weltwirtschaftskrise, Jugendproteste in Athen und ihre Hintergründe, Griechentum und Griechen in Syrien, die Identitätssuche des neuen Griechenland im Spiegel seiner Briefmarken und das König-Otto-Museum in Ottobrunn sind u.a. Themen dieses Heftes. Die Beiträge von namhaften Wissenschaftlern und Kennern des Landes und seiner Kultur werden ergänzt durch Besprechungen von aktuellen Büchern zu Griechenland und neuer griechischer Literatur in deutscher Übersetzung sowie einen umfangreichen Adressenanhang. Die 1964 von der Vereinigung der deutsch-griechischen Gesellschaften gegründeten Hellenika erscheinen seit 2006 in neuer Folge. Die Jahrbücher Hellenika bieten allen Freunden Griechenlands ein breites Spektrum von Themen zur griechischen Kultur, zur Landeskunde und Geschichte Griechenlands, zum Auslandsgriechentum und zu den deutsch-griechischen Beziehungen. Einen breiten Raum nehmen Besprechungen von griechischen Büchern in deutscher Übersetzung und Büchern über Griechenland und griechische Themen ein, die dem Leser eine Orientierungshilfe auf dem Büchermarkt bieten.
LIT-Verlag Münster, ISBN 978-3-643-99935-1, ISSN 0018-0084


Varopoulou, Helene
„Passagen“ Reflexion zum zeitgenössischen Theater

Seit über 30 Jahren begleitet die griechische Essayisten und Kritikerin mit ihren prägnanten und stilistisch anspruchsvollen Reflexionen die Entwicklung des zeitgenössischen europäischen Theaters. Sie zeichnet dessen Kontinuitäten, Brüche, Transformationen nach, beschreibt die Etablierung oder schnelle Ablösung neuer künstlerischer Strömungen, behandelt das wechselvolle Verhältnis zwischen dramatischem Text und szenischem Ereignis, analysiert die Bedeutung von Bildender Kunst und Neuen Medien für die Aufführungspraxis.
Theater der Zeit Verlag (2009), 260 S., ISBN: 9783940737199


Nahmia, Nina
„Reina Gilberta - Ein Kind im Ghetto von Thessaloniki“

Thessaloniki 1943. Am 8. Februar werden die Nürnberger Rassengesetze von 1935 auch im besetzten Griechenland in Kraft gesetzt. Bereits am 25. Februar beginnt die Deportation von Juden in die Arbeits- und Vernichtungslager. In 18 Transporten werden mehr als 45 000 Juden verschleppt, von denen kaum 1000 zurückkehren. Eine von ihnen ist Edda, die zentrale Figur dieser authentischen Geschichte. Ihre zweijährige Tochter Reina konnte sie rechtzeitig einem katholischen Kloster anvertrauen, wo diese als Gilberta den Krieg überlebt. Jahrzehnte später, nach dem Tod der Eltern, erzählt sie der Athener Autorin Nina Nahmia die Geschichte ihrer Familie.
Metropol-Verlag (2009), 261 S., ISBN: 9783940938466


Schminck-Gustavus, Christoph U.
„Winter in Griechenland“ Krieg - Besatzung - Shoah 1940-1944

Über individuelle Schicksale in Griechenland während des Zweiten Weltkriegs ist in Deutschland nur wenig bekannt. Ende der 1980er Jahre machte sich der Bremer Rechtshistoriker Christoph U. Schminck-Gustavus in abgelegene Dörfer im nordgriechichen Epirus auf, um Zeitzeugen aufzuspüren und zur Deutschen Besatzung, zu Widerstand und zur Deportation der Juden zu befragen. Diese Zeugenberichte hat er behutsam zusammengefügt und durch archivalische Quellen und Dokumente, wie Auszüge aus Kriegstagebüchern der beteiligten Wehrmachtsverbände und historische Fotos, ergänzt. So entsteht ein dichtes und differenziertes Bild des sich auf die Deportation der Juden zuspitzenden Grauens, die im deutschen Besatzungsgebiet zum Teil erst kurz vor dem endgültigen Rückzug der Wehrmacht aus Griechenland erfolgte.
Wallstein Verlag (2010), 344 S., ISBN: 987-3-8353-0591-5


Nessou, Anestis
„Griechenland 1941-1944 – Deutsche Besatzungspolitik und Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung“
Eine Beurteilung nach dem Völkerrecht

In seiner Studie untersucht Anestis Nessou die völkerrechtlich und rechtspolitisch bedeutsamen Sachverhalte der Besetzung Griechenlands. Er behandelt u.a., wie Politik und Justiz nach 1945 einen Schlussstrich unter die Aufarbeitung der Besatzungsverbrechen zogen. Der Autor geht zudem ausführlich auf die Zivilklagen griechischer Opfer gegen die Bundesrepublik Deutschland ein. Ihre von der Bundesregierung stets abgelehnte Entschädigung ist eine noch heute schwelende Frage mit politischer Brisanz.
Universitätsverlag Osnabrück (2009), 654 S., ISBN: 978-3-89971-507-1


Zimmermann Rainer E. / Kasapidou, Panagiota
„Vom Rebetiko zum Entechno Laiko“
Bemerkungen zum griechischen Sozialraum mit einem Anhang ausgewählter Liedertexte. Mikis Theodorakis zum 85. Geburtstag

In einer langfristigen, praktisch visionären Perspektive eines modernen geeinten Europas zeichnet sich eine wesentlich sozialphilosophisch fundierte Herangehensweise ab, die geeignet ist, die gewachsenen kulturellen und politischen Gegensätze und Spannungen zu übergreifen, ausgehend von einem Modell, das zunächst auf die Region des östlichen Mittelmeeres bezogen ist, in welcher das Recht eigentlich entstanden ist, was heute etwas kursorisch als „europäische Kultur“ bezeichnet wird. Die antike Polis erscheint hierbei als Paradigma des Ausgangspunktes für eine solche Untersuchung.
Info: Shaker Verlag (2010), 176 S., ISBN: 978-3832289980


Prudhomme, David
„Rembetiko“

Athen 1936. Unter dem Diktator Ioannis Metaxas schmelzen die Freiheiten des griechischen Volkes dahin wie Schnee in der Sonne. Stavros und seine Musikerfreunde jedoch wollen sich nicht beugen. In verrufenen Hafentavernen spielen sie den Rembetiko, den "griechischen Blues", vom Regime als subversive Kraft gefürchtet und rigoros bekämpft; für ihr Publikum allabendlich Erlösung von Elend und Repression. Als ihr Freund Markos aus dem Gefängnis entlassen wird, stürzen sich die Rembetes in eine zügellose Nacht, einen Rausch aus Drogen, Musik und Utopien…
Eindringlich und mit traumwandlerischem Gespür für seine Charaktere schildert David Prudhomme vierundzwanzig Stunden im Leben von fünf Musikern in den Armenvierteln von Piräus. Seine elegante Linienführung und die leuchtende Farbgebung, die das strahlende mediterrane Licht ebenso einfängt wie die Schatten der schummrigen Haschischhöhlen, erzeugen eine Intensität, so hypnotisch und sinnlich wie der Rembetiko selbst.
Reprodukt Verlag Berlin, 104 S., ISBN 978-3-941099-56-2


Hildebrand, Birgit / Kosmas, Konstantinos (Hrsg.)
„Athen - Eine literarische Einladung“

Athen - das ist die „Wiege der abendländischen Kultur“ und eine chaotische, überfüllte Metropole zu Füßen der Akropolis. Ihren Charme offenbart sie jedem, der ernsthaft sucht. Diese Sammlung zumeist erstmals übersetzter Texte lädt dazu ein.

Für viele Touristen lediglich eine unübersichtliche Transitstation auf dem Weg in den Mittelmeerurlaub, ist Athen die vielgesichtige Hauptstadt eines modernen Griechenlands, das sich noch immer am Rand von Europa fühlt. Athen ist älter als die meisten europäischen Großstädte und zugleich jünger. Zu entdecken gibt es pittoreske Plätze und avantgardistische Architektur, und mitunter kommen sich Marmor und Müll irritierend nah. Aus vielen literarischen Miniaturen entsteht in dieser Anthologie das Bild einer aufregenden, unentdeckten Stadt.
Klaus Wagenbach Verlag (2009), 144 S., ISBN: 978 3 8031 1261 3


Eideneier, Hans
Ärmellos in Griechenland

Eine unterhaltsame Betriebsanleitung für Griechenland, die griechische Sprache, ihre Etymologie und zeitlose Präsenz im Deutschen.

Der Leser bekommt eine Fülle von überraschenden Einsichten in Mentalität, Alltag, Geschichte und Kulturgeschichte der Griechen von der Antike bis heute. Autor Hans Eideneier ist seit 50 Jahren in Griechenland unterwegs. Er beweist nicht nur eine verblüffende Sachkenntnis, sondern vor allem auch Humor, und dass er ein Thema frisch, atmosphärisch dicht und unterhaltsam darstellen kann:
Ein Feuilletonist im besten Sinne des Wortes. Kostas Mitropulos, dessen Karikaturen die Texte illustrieren, gilt als der Nestor unter den Karikaturisten Griechenlands.
Herausgeber: Romiosini-Verlag und Griechenland-Zeitung.
Romiosini- Verlag Köln (2010), ISBN: 978392988986X


Spindler-Niros, Ursula (Text) / Dornakis, Wassilis (Illustration)
„Der griechische Stuhl“
Kleine Kulturgeschichte des Sitzens – Szenen einer Partnerschaft

Der „Griechische Stuhl“ darf in keiner ordentlichen Taverne, in keinem gestandenen Kafenion, in keinem zünftigen Haushalt fehlen: Das klassische Gebilde aus Holz und geflochtenen Binsen. Der „typische Grieche“ benötigt normalerweise mehrere davon, um sich wirklich wohlzufühlen: Auf einem sitzt man, auf einem anderen legt man den Mantel oder die Jacke ab, auf eine Querstrebe stellt man den Fuß, auf eine Lehne stützt man die Arme auf …
Verlag der Griechenland Zeitung (2010), 120 S., 80 farbige Abbildungen, ISBN: 978-3-99021-000-0


Prinzinger, Michaela
Kreta - Ein Reisebegleiter

Kreta - Insel der Mythen und Traditionen: der Raub der Europa, der Minotaurus; das sagenumwobene Knossos und das kretische Labyrinth bergen bis heute Geheimnisse. Die wilde Berglandschaft, die herrlichen Küsten und die verwinkelten Altstädte spiegeln sich in vielen literarischen Texten wider.Der Reisebegleiter Kreta stellt die Städte Chania, Rethymno und Iraklio vor und führt auf den Spuren von Christa Wolf, Marie Luise Kaschnitz, Henry Miller, El Greco, Nikos Kazantzakis, Ioanna Karystiani u.v.a. über die größte griechische Insel
Insel Verlag /Suhrkamp Haus, Frankfurt am Main; Kartoniert, Paperback


Danae Coulmas
„Griechenland: Ein Reisebegleiter“

Der vorliegende Band lädt ein zu einer Reise zu den schönsten Orten Griechenlands: zu den lichtdurchfluteten Inseln der Ägäis und des Ionischen Meers, zu den antiken Stätten von Olympia, Delphi und Mykene und nach Athen und Thessaloniki. Auf Kreta tanzt Alexis Sorbas Sirtaki; auf der Insel Korfu findet die österreichische Kaiserin Elisabeth eine zweite Heimat; auf Ithaka werden wir Zeugen von Odysseus’ Heimkehr; auf Lesbos hören wir Sapphos Lieder der Liebe, und in Athen begegnen wir Sokrates und Durs Grünbein … eine ereignisreiche Reise in Begleitung großer Autoren: Nikos Kasantzakis, Erhart Kästner, Giorgos Seferis, Odysseas Elytis, Homer, Christa Wolf, Johann Wolfgang Goethe, Marie Luise Kaschnitz, Botho Strauß u. v. a. Danae Coulmas stellt die einzelnen Stationen der Reise vor und nennt im Anhang die wichtigsten Adressen für den Griechenlandreisenden.
Insel Verlag; 328 Seiten, ISBN-10: 3458347240 ISBN-13: 978-3458347248


Leigh Fermor, Patrick
„Mani“
Reisen auf der südlichen Peloponnes

Sommer 1952. Als Patrick Leigh Fermor 37-jährig über das Taygetos-Gebirge in das bitterschöne Land der Manioten bis an den südlichsten Zipfel des Peloponnes wandert, ist er in seiner Heimat bereits ein Kultautor. Gerade in der rauen, vom übrigen Griechenland durch den Taygetos abgeschnittenen Mani wittert er Lebensformen und Bräuche, die direkt aus dem untergegangenen Byzanz oder dem mythischen Altertum zu kommen scheinen. So findet sich in der aus dem Stegreif gesungenen Totenklage, wenn die Sängerin sich die Haare rauft, Andromaches Trauer um Hektor wieder. Auch verfolgt Fermor die durch Not immer wieder zur Auswanderung gezwungenen Manioten bis in die Toskana der Medici oder nach Korsika und entdeckt, dass der Name Kalomeros die wörtliche Übersetzung von Bonaparte ist. War Napoleon am Ende gar ein Maniote?
Dörlemann Verlag (2010), 475 S., ISBN: 978-3-908777-52-6


Frank, Ulrike
„Reise nach Kreta“
Kulturkompass fürs Handgepäck

Die Texte dieses Bandes erzählen von der Geburtsstätte des Göttervaters Zeus, begleiten den Archäologen Arthur Evans bei seinen Grabungen und machen auch vor den Tragödien des Partisanenkampfs im Zweiten Weltkrieg nicht halt. Kretische Autoren und Reisende gehen dem Zauber der Insel und nicht zuletzt ihren kulinarischen Genüssen auf den Grund.

Erhart Kästner erkundet auf Eselsrücken die Insel und lernt die kretische Gastfreundschaft kennen – Thomas Balistier lehrt uns das Einmaleins des Rakitrinkens – Nikos Kazantzakis tischt Alexis Sorbas ein Spanferkel auf und philosophiert mit Bauern und Hirten – Werner O. Feißt erinnert an den Überfall der Deutschen aus der Luft – Mikis Theodorakis kehrt aus der Verbannung zurück –Dies und vieles mehr über Kreta.
Unionsverlag (2009), 224 S., ISBN: 978-3-293-20472-0

Kreta-Klaus
14.09.2010, 15:37
Deffner, Andreas
Das Kaffeeorakel von Hellas

Endlich habe ich mein langersehntes Griechenlandbuch geschrieben. Viele Jahre schon hatte ich mit dem Gedanken gespielt, die spannenden und manchmal unglaublichen Geschichten aus dem griechischen Alltag zu Papier zu bringen. An einem kalten Novemberabend im Jahr 2007 entstand die Idee. Das Konzept, mit Griechen spazieren zu gehen und so den Alltag erlebbar zu machen, faszinierte mich.

Herausgekommen ist letztlich kein gewöhnlicher Reiseführer, sondern vielmehr ein spannendes Panoptikum des Lebens in Hellas. Mit meinen Spaziergangspartnern bin ich durch ihr Alltagsleben gegangen, habe ich abenteuerliche Wanderungen absolviert oder Gespräche im Kafeneion über die Wirtschaftskrise geführt.

Mit dabei: RTL-Star Susan Sideropoulos und Tagesschau-Sprecherin Linda Zervakis, Rinderzüchter Makis und Tavernenwirt Perikles, Winzer Sophokles und Dichter Jannis, Unterwasserfotografin Sue Papadakos und Marineoffizier Adonis, und viele andere mehr. Lesen oder Mitgehen - Es lohnt sich!
Verlag:Rediroma Verlag


Kambanellis, Iavokos,
„Die Freiheit kam im Mai“

Iakovos Kambanellis zählt zu den bekanntesten Bühnen- und Filmautoren Griechenlands. Seine Popularität gründet sich ebenso auf die oft gespielten und gesungenen Vertonungen seiner Gedichte, besonders auf die weltweit bekannte „Mauthausen Cantata“, die von Mikis Theodorakis vertont wurde. Iakovos Kambanellis war Häftling im Konzentrationslager Mauthausen. Er schildert die Zeit der Gefangenschaft, den Tag der Befreiung, den 5. Mai 1945, das Leben im Lager in den folgenden Monaten und die Kontakte mit der Bevölkerung in den nahen Dörfern und Bauernhöfen, das Leben des Aufbruchs in die Freiheit, die ersten Schritte in eine neue Epoche. Mikis Theodorakis sagt zu dieser ersten Übersetzung des Werkes ins Deutsche, das in Griechenland mehr als 30 Mal aufgelegt wurde: „Der Dichter beweist in seinem Buch, dass er stärker als seine Kerkermeister ist, weil er uns überzeugend zeigt, dass sich sogar in der Hölle die Liebe letztendlich als das Stärkere erweist.“

Das Buch erscheint in zwei Ausgaben. Einer Ausgabe ist die CD „The Mauthausen Cantata“ von Mikis Theodorakis beigelegt.
Ephelant Verlag Wien (2010), 329 S., ISBN: 978-3-900766-17-7 bzw. ISBN: 978-3-900766-18-4


Karystiani, Ioanna
„Die Augen des Meeres“

Dimitris Avgustis fährt seit sechzig Jahren zur See. Die Weltmeere kennt er in- und auswendig, und um seine Mannschaft zu befehligen, genügt ein strenger Blick. Das Meer hält ihn gefangen: Seit mehr als zwölf Jahren hat er kein Land mehr betreten, und trotz seines Alters weigert er sich beharrlich, das Kommando über das Schiff abzugeben. Als eines Tages seine Frau überraschend an Bord kommt, um ihren Mann nach Hause zu holen, macht sie eine bestürzende Entdeckung, die beider Leben von Grund auf verändern wird …
Suhrkamp Verlag (2009), 305 S., ISBN: 978-3-518-42104-8


Roidis, Emmanouil
„Der Ehemann erfährt's zuletzt“
Über die Ehe und andere Katastrophen.

Warum Ehemänner zu bedauern und Eintagsfliegen zu beneiden sind: Bei Emmanouil Roidis (1836-1904) bekommt man eine ganz neue Sicht auf die Welt geboten. In seiner Heimat als «griechischer Voltaire» verehrt, ist der begnadete Satiriker hierzulande noch nahezu unentdeckt. Erstmals werden die Kabinettstücke des süffisanten Spötters nun in repräsentativer Auswahl auf Deutsch vorgelegt.
Manesse Verlag (2010), 416 S., ISBN: 978-3-7175-2198-3


Markaris, Petros
„Die Kinderfrau
Ein Fall für Kostas Charitos“

Was in Istanbul geschah, ist nun viele Jahrzehnte her. Und doch findet die neunzigjährige Kinderfrau keine Ruhe - sie hat noch alte Rechnungen zu begleichen. Kommissar Charitos folgt ihren Spuren: Sie führen nach 'Konstantinopel', in eine Vergangenheit mit zwei Gesichtern - einem schönen und einem hässlichen. Petros Markaris präsentiert mit 'Die Kinderfrau' einen Roman voll Nostalgie - sein bisher persönlichstes Buch.
Diogenes Verlag (2009), 320 S., ISBN-10: 3257066961, ISBN-13: 978-325706696


Vassilikos Vassilis
„Das letzte Adieu“

Du kamst an jenem letzten Mittag und legtest dich auf meine Beine, ruhig, ohne jeglichen Verdruss, so sanft. Du sagtest mir lautlos das letzte Adieu. Du nahmst mit deinem Körper Abschied von mir. Nur dass ich es damals nicht begriff. Du schliefst ein wenig ein, auf der entgegengesetzten Seite deines Herzens. Das war unsere letzte Umarmung. Das letzte Mal, dass sich unsere Körper berührten. Du sagtest nichts. Du nahmst Abschied von mir auf deine Art, so liebenswürdig, so hinreißend. Deine Vernunft erfasste die Todesbotschaft nicht, um sie mir anzuvertrauen. Aber dir gefielen sowieso keine pathetischen Gesten. Ein tiefes Dankeschön sagte mir dein Körper, der zwanzig Jahre lang keine andere Wiege als die meiner Arme kannte.
Edition buntehunde Verlag, Regensburg (2010), 114 S., ISBN: 978-3-934941-58-8


Arditi, Metin
„Tochter des Meeres“

Es ist Sommer 1957 auf Spetses, ein Sommer, dem die junge Näherin Pavlina lange entgegengefiebert hat. Mit ihrem Cousin fährt sie Touristen auf einem Boot zu den schönsten Stränden der kleinen griechischen Insel. Auf dem Meer zu sein ist Pavlinas größtes Glück, vor allem in Begleitung ihres angehimmelten Cousins. Umso schwerer wiegt die Enttäuschung, als sie feststellt, dass er ihre Gefühle nicht erwidert. Als es trotzdem zu einer Liebesnacht kommt, nimmt das Verhängnis seinen Lauf: Pavlina verliert zwei Menschen, an denen ihr Herz hängt.
Ein Roman, der von tragischer Liebe und von Sehnsucht erzählt und dabei voller Lebensfreude ist, erfüllt von der Sonne und den Farben Griechenlands.
Hoffmann und Campe Verlag (2009), 256 S., ISBN-10: 3455401430, ISBN-13: 978-3455401431


Stefanidis Alexandros
„Beim Griechen – Wie mein Vater in unserer Taverne Geschichte schrieb“

Alexandros Stefanidis erzählt die Geschichte seiner Familie, in deren Zentrum sein Vater Christoforos und das familiengeführte Restaurant »Der Grieche« in Karlsruhe stehen. Seit 1971 spielt sich dort – im »Wohnzimmer« der Stefanidis’ – nicht nur das Leben der sechsköpfigen Familie ab, es ist gleichzeitig eine einzigartige Bühne für deutsche Zeitgeschichte: Von der Gründerszene der Grünen bis zu absurden Situationen mit rassistischen Stammgästen, von der Zeit, als griechisches Essen fast schon ein politisches Statement war, bis zur Kapitulation vor der Döner-Welle hat die Geschichte des »Griechen« neben todkomischen Alltagsgeschichten alle Elemente einer griechischen Tragödie.
Alexandros Stefanidis, Jahrgang 1975, hat in Heidelberg, Thessaloniki und Toronto Germanistik, Politikwissenschaft und Soziologie studiert und anschließend die Deutsche Journalistenschule in München besucht. Er schrieb als freier Autor für Die Zeit und den Stern. Seit 2005 arbeitet er für das Magazin der Süddeutschen Zeitung.
Fischer Taschenbuch Verlag (2010), 256 S., ISBN: 978-3-596-18758-4


Ritsos, Jannis
„12 Gedichte zu Kavafis“
Griechisch-Deutsch

Im Ritsos-Jahr 2009, 100 Jahre nach Jannis Ritsos' Geburt, legte der Romiosini Verlag die zweisprachige Ausgabe eines 1963 im Kedros Verlag, Athen, erschienenen Bändchens vor, in dem Ritsos sich dichterisch seinem großen Vorgänger Kavafis widmet.

Der Lyriker Jannis Ritsos (1909 - 1990) zählt mit den Nobelpreisträgern Giorgos Seferis und Odysseas Elytis zu den bedeutendsten Dichtern der sogenannten "Generation von 1930", die eine modernistische Wende in der griechischen Dichtung herbeiführten.
Romiosini (2009), 50 S., ISBN: 9783929889888


Torossi, Eleni
„Warum Tante Iphigenia mir einen Koch schenkte“
Geschichten meiner Familie

Sie leben, um zu kochen: Eleanas griechische Großfamilie ist mittlerweile auf zahlreiche Länder verteilt und aus jeder Kultur nehmen alle nur das Beste mit. Voller Erwartung hören wir Penelopi, Afroditi, Iphigenia und Ourania ihre Geschichten erzählen und schauen ihnen beim Kochen über die Schulter. Dabei wachsen sie uns mit all ihren Marotten und schrägen Ideen immer mehr ans Herz und stecken uns mit ihrer Kreativität und Unkonventionalität an: Wer würde bei so abenteuerlichen Kreationen wie Bratwurst mit Zaziki oder Spaghetti mit Schokoladensauce nicht am liebsten gleich selbst drauflos kochen? Mit kreativen Rezepten!
Langen/Müller Verlag (2009), 256 S., ISBN: 3-784431-96-8


Dimula, Kiki
„perasa / erlebt“
Gedichte Griechisch – Deutsch

Anlässlich der Verleihung des Europäischen Literaturpreises 2010 an Kiki Dimula präsentieren die Verlage Ikaros (Athen) und Romiosini (Köln) diese kleine aber feine, zweisprachige Ausgabe, mit der eine bemerkenswerte Dichterin geehrt und dem deutschsprachigen Lesepublikum ans Herz gelegt werden soll. perasa / erlebt umfasst eine Auswahl an 25 Gedichten, die bereits in „Plötzlich wurde ich hellhörig“ (Romiosini 2008) auf Deutsch erschienen sind, hier nun aber neben dem griechischen Original und begleitet von sieben farbigen Bildern des griechischen Malers Jannis Psychopedis zur Geltung kommen.
Romiosini (2010), 95 S., ISBN: 9783929889895


Kavafis, Konstantinos
„Brichst du auf gen Ithaka ...“
Sämtliche Gedichte Griechisch-Deutsch

Die vorliegende Neuausgabe wagt, im Vergleich zu den vorausgegangenen, rund 26 Jahre nach der Erstausgabe von 1983, zweierlei Neuerungen: Erstens die Zweisprachigkeit und zweitens die Auffrischung der alten, bewährten Übersetzung von Wolfgang Josing unter der Mitarbeit von Doris Gundert durch den deutsch-griechischen Dichter Alexios Mainas.
Mit CD: Vertonungen ausgewählter Gedichte Kavafis' (Alekos Karosas, Alexandra Gravas)
Romiosini (2009), 450 S., ISBN: 9783929889871


Alle Angaben ohne Gewähr

Gabi
15.09.2010, 13:01
Ich stelle mal noch ein paar Bücher dazu ein.

Tom Harper
Der vergessene Tempel
Kreta 1947: Im Krieg war Sam Grant britischer Elitesoldat. Jetzt ist er nur noch Glücksritter. Sechs Jahre zuvor, unter deutscher Besatzung, hat ihm ein sterbender Archäologe sein vergilbtes Notizbuch zugesteckt. Darin befinden sich Kopien uralter Texte aus einer Höhle. Keiner kann diese lesen. Doch als sich Agenten von KGB wie FBI an seine Fersen heften, ahnt Sam: Dieses Geheimnis ist wertvoller als alles, was Forscher je zuvor bargen - und geeignet, die Existenz der Erde zu bedrohen.
rororo (2009) ISBN 978-3-499-24809-2

Alex Jung
Meligala
Kein Ort wo Milch und Honig fließen
AAVAA e-Book Verlag UG (2010= ISBN978-3-86254-001-3

Lindsey Davis
Delphi sehen und sterben
Ein neuer Fall für Marcus Didius Falco
Knaur (2010) ISBN 978-3-426-50260-0

Kretamum
15.09.2010, 13:09
Meligala - das kennen wir schon!
Der Autor ist erfreulicherweise auch Mitglied bei uns hier - neoktinos :)

http://www.kk-forum.de/threads/500-MELIGALA-oder-Kein-Ort-wo-Milch-und-Honig-fliessen?highlight=Meligala

Delphi sehen und sterben - hast du das schon gelesen, Gabi? Das würde meinem Krimiherz sicherlich gefallen.

Gabi
15.09.2010, 13:24
Delphi sehen und sterben habe ich angefangen zu lesen, spielt im Jahr 76 vor Christus wo die Römer in Griechenland waren.

Kreta-Klaus
15.09.2010, 20:43
Hallo,
die Falco-Romane von Lindsey Davis sind alle recht lesenswert - aber Claudius Didius Falco ist wie schon erwähnt ein Römer. Jetzt ein Roman mit ihm in Griechenland? Muss ich mir wohl zulegen.
Gruß Klaus

Kretamum
15.09.2010, 22:14
So, jetzt habe ich meinen Wunschzettel bei Amazon kräftig erweitert - und die "Tante Iphigenia" bestellt sowie "Zimt in der Suppe" ... um beim Thema zu bleiben. Für den Schottland-Urlaub brauche ich vorerst einmal leichte Lektüre ... :derisive:

Gabi
16.09.2010, 08:01
So, jetzt habe ich meinen Wunschzettel bei Amazon kräftig erweitert - und die "Tante Iphigenia" bestellt sowie "Zimt in der Suppe" ... um beim Thema zu bleiben. Für den Schottland-Urlaub brauche ich vorerst einmal leichte Lektüre ... :derisive:

Die zwei Bücher stehen auch schon auf der Wunschliste, aber alles auf einmal geht nicht. Aber ich habe vor meinem Umzug in eine kleinere Wohnung v i e le Bücher verschenkt (aber keine über Griechenland). So ist wieder Platz in meinem großen Regal! ;)