Dem Basler Konzern wirft die griechische Justiz enorme Schmiergeldzahlungen vor, um den Verkauf von Medikamenten in Griechenland anzukurbeln. Bisher war von rund 4000 Staatsbediensteten die Rede, vornehmlich griechische Ärzte, die Zahlungen von Novartis entgegengenommen hätten. Nun aber belastet die Staatsanwaltschaft in Athen zwei ehemalige Ministerpräsidenten und acht weitere Ex-Minister, die mehrheitlich der konservativen Nea Dimokratia angehören. Die Regierung überwies die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft im "Novartis-Gate", wie griechische Medien die Affäre nennen, am Dienstag an das Parlament. Der linke Regierungschef Alexis Tsipras öffnet damit den Weg für eine mögliche Anklage gegen seinen Amtsvorgänger Antonis Samaras und führende Politiker der Nea Dimokratia.


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